Unsere cubanischen Gäste

Héctor Noas

Héctor Eduardo Suárez Noas, Künstlername Héctor Noas ist einer der renommiertesten und vielseitigsten Schauspieler cubanischer und spanischer Nationalität mit Hauptrollen in so unterschiedlichen cubanischen Produktionen wie “La Pared” von Alejandro Gil (bei “Cuba im Film 2007 in Anwesenheit des Regisseurs zu sehen) “Los Dioses rotos” (2008) von Ernesto Daranas, und “La Anunciación” (2009) von Enrique Pineda Barnet. Er lebt und arbeitet in Spanien und Cuba. Seine Theaterausbildung mit dem Schwerpunkt Schauspielerei erhielt er am Instituto Superior de Arte in Havanna,  2009 wurde er in Cuba mit dem nationalen Schauspielpreis geehrt. Er unterrichtet Schauspielerei an der galizischen Filmschule in Spanien.

Fernando Pérez

Fernando Pérez Valdés ist einer der international bedeutendsten Filmregisseure Cubas. Er wurde 1944 in Havanna geboren und begann bereits 1962 während seines Studiums als Produktionsassistent und Übersetzer im cubanischen Filminstitut ICAIC (Instituto Cubano de Arte e Industria Cinematográfica) zu arbeiten. Pérez schrieb Filmkritiken, leitete Kinodebatten und schloss 1970 sein Sprach- und Literaturstudium an der Universität von Havanna ab. Im Anschluss wurde er als Regieassistent und nebenbei als Russischlehrer tätig. Zwischen 1974–1984 drehte Pérez über 20 Dokumentarfilme und Wochenschauen, unter anderem Camilo (1982) über Camilo Cienfuegos und Omara (1983) über Omara Portuondo, bevor er 1987 seinen ersten Spielfilm Clandestinos realisierte. Danach drehte er Hello Hemingway (1990) und Madagascar (1994). Seine folgenden Filme La vida es silbar von 1998, Suite Habana von 2003 und Madrigal von 2007, letzterer ist René Clair gewidmet, zählen zu den Meilensteinen des cubanischen Kinos. Sie erhielten zahlreiche Preise, unter anderen den Spezialpreis der Jury beim Sundance Film Festival, den SIGNIS Award beim San Sebastián International Film Festival, den von der spanischen Filmakademie Academia de las Artes y las Ciencias Cinematográficas de España verliehene Goya Award sowie den Preis der C.I.C.A.E. (Internationaler Verband der Filmkunsttheater) im Forum des Internationalen Films der Berlinale.

Neben zahlreichen Auszeichnungen für seine Tätigkeit als Regisseur und Drehbuchautor wurde Fernando Pérez 1982 mit dem Premio Casa de las Américas für sein Buch „Corresponsales de guerra“ geehrt, in dem er den Kampf junger Cineasten gegen das Somoza - Regime in Nicaragua beschreibt. Fernando Pérez war von 1993 bis 1995 akademischer Direktor der EICTV in San Antonio de los Baños. Darüber hinaus unterrichtete er als Professor für Filmgeschichte an der Universidad de la Habana. Im Wintersemester 2006/2007 war er als Samuel-Fischer-Gastprofessor am Peter-Szondi-Institut der Freien Universität Berlin tätig.
Er ist verheiratet mit der deutschen Filmregisseurin Claudia von Alemann und lebt in Havanna.
(Michael Doh)