Filme 2010
La anunciación
Regie/Dirección: Enrique Pineda Barnet, Cuba 2009, Beta SP, 96 Min, OmeU
In Anwesenheit des Hauptdarstellers Héctor Noas!

Die Spiritistin Amalia ist seit kurzem verwitwet. Sie teilt die Wohnung mit ihrem zehnjährigen Enkel Cristobal und mit ihrem jüngsten Sohn Mayito, einem Bohemien, Musiker und Poet. Sie hat zwei weitere Kinder: Ricardo, ein revolutionärer Ingenieur, der in einem bescheidenen Provinznest wohnt und arbeitet und die Architektin Margarita, die seit vielen Jahren in den USA lebt und dort Familie hat. Amalia ruft die getrennte Familie zusammen, um das Testament ihres verstorbenen Gatten zu verlesen. Nun prallen unterschiedlichste Biografien, Lebensstile und Weltanschauungen aufeinander…
“Das jüngste Werk von Enrique Pineda Barnet kann man als Geschichte einer beliebigen cubanischen Familie verstehen, die ihren Familienpatriarchen und damit den Motor ihres Funktionierens verliert…. Doch die eigentliche Intention des Films ist, eine intime und epische Parabel über die cubanische Familie in der heutigen Zeit zu kreieren, in einem bestimmten historischen Kontext, der diese Familie und ihre Mitglieder seit 50 Jahren geprägt hat……Pineda Barnet fordert uns auf, seine sehr persönliche Sicht der Dinge in uns aufzunehmen, darüber, wie sich Leben und Identität in Cuba darstellt oder besser gesagt, geteilt und fragmentiert darstellt”(Pedro R. Noa in Cine Cubano, No. 172).
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La bella del Alhambra
Regie/Dirección: Enrique Pineda Barnet, Cuba 1989, Beta SP, 108 Min., OmeU
Mit/con: Beatriz Valdez, Omar Valdés

Havanna, 1920. Die junge Rachel arbeitet als Backgroundsängerin in einem elenden Zirkuszelt. Angesichts dessen bleibt ihr nur noch die Prostitution als Alternative. Doch sie träumt von Anderem: die Geliebte eines einzigen Mannes zu sein, vor allem aber, eine wahre anerkannte Künstlerin zu werden. Das Theater ‘Alhambra’, ein besonderer und sonderbarer Ort, den nur Männer betreten dürfen, wird das Ziel ihrer Träume. Zerrissen zwischen der Liebe und dem Ruhm, verwandelt sie sich in “Die Schöne der Alhambra”. Ein Klassiker des cubanischen Films, dessen literarische Vorlage der Roman ‘Canción de Rachel’ von Miguel Barnet ist.
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Martí: el ojo del canario
Regie/dirección: Fernando Pérez, Cuba/Spanien 2010, 35mm, 90 Min., OmeU
In Anwesenheit des Regisseurs!

Die Geschichte hat José Martí (1853-1895) als Nationalhelden und Apostel der Unabhängigkeit auserkoren. José Martí ist aufgrund seiner intellektuellen Fähigkeiten eine unentbehrliche Figur der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und das nicht nur, weil er Schriftsteller war – er war Dichter, Erzähler, Chronist, ein außergewöhnlicher Redner, Lehrer, Journalist -, sondern auch als Politiker – er gründete die Revolutionäre Partei Cubas, vereinte das cubanische Exil und organisierte den dritten Unabhängigkeitskrieg gegen die spanische Kolonialisten.
Der Film hingegen stellt den Menschen aus Fleisch und Blut dar, fern ab von dieser legendären Figur. Es ist der junge Martí, von seiner Kindheit bis zur Jugend, der sich vor seinem Publikum entwickelt: der junge Martí, der mit großer Neugierde seine Umwelt wahrnimmt, der voller Ängste und Widersprüche steckt, als kaum Zwanzigjähriger wegen seiner Ideen über die Unabhängigkeit und den Antikolonialismus in Gefangenschaft gerät. „Der Film“, sagt sein Regisseur Fernando Pérez, „versucht die Entwicklung eines Charakters darzustellen, ausgehend von einem Kind von außergewöhnlicher Sensibilität, das sich aber dennoch in einem ganz normalen Umfeld bewegte, dem jeder andere Junge seines Alters angehören konnte [...].
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Suite Habana
Regie/Direccion: Fernando Pérez, Kamera/ Fotografía: Raul Pérez Ureta, Ton und Musik/ Sonido y Música: Edesio Alejandro
Cuba/Spanien 2003, 35mm, 85 Min., OmU
In Anwesenheit des Regisseurs!

Suite Habana kommt ganz ohne Dialoge aus und erinnert entfernt – schon im Titel klingt es an – an Walter Ruttmanns Meister werk Berlin, Sinfonie einer Grosstadt von 1927: das Portrait einer Metropole im Verlauf eines Tages gesehen, vom Morgengrauen bis zur Nacht. Allerdings stehen bei diesem Film die einzelnen Menschen im Vordergrund. Der Film zeigt uns zehn “durchschnittliche” Kubaner an einem beliebigen Tag vom Aufstehen bis zum Schlafengehen und zeichnet damit gleichzeitig ein intimes Portrait der Stadt Havanna: Francisquito, ein Junge mit Downsyndrom; sein Vater, der seinen Job gewechselt hat, um besser für ihn da sein zu können; ein junger Tänzer, dem zuhause das Haus einstürzt; ein Angestellter im Krankenhaus, der abends als Transvestit auftritt; Jorge Luis, der in die USA auswandert, u.a. mehr…
Die einzelnen Geschichten – jede für sich eigentlich unabhängig – überkreuzen sich in dieser Stadt, die trotz ihres Verfalls vor Vitalität strotzt.

Cuidad en rojo
Regie/Dirección: Rebeca Chávez, Cuba 2008, 90 Min, 35mm, 108 Min. OmeU
mit/con: Yori Gómez, Rafael Ernesto Hernández, Eman Xor Oña

Ein actionreicher Film über 24 Stunden im Leben von Menschen, die gegen Cubas verhasstes Batista-Regime arbeiten. 24 Stunden in Santiago de Cuba, der Hochburg des Widerstands von Fidel Castros Untergrundbewegung. 24 Stunden, an deren Ende sich das Leben von Familien, Liebenden und Freundschaften für immer verändern wird.
“Wir wollten uns mit dem Film in die Situation von Menschen einfühlen, die in die Gewalt gerutscht sind, ohne dies zu wollen, was immer einen Flecken oder eine Leere in der persönlichen Erinnerung zurück lässt. Auch wenn am Ende die Gerechtigkeit über diejenigen triumphiert, die die Gewalt zum Machterhalt oder gar als Selbstzweck zum persönlichen Vergnügen einsetzen, so bleibt dennoch ein bitterer Nachgeschmack bei denen zurück, die gezwungen sind, sich ihrer ebenfalls zu bedienen. Es dauert lang, bis die Wunden geheilt sind und bis diese ganz gewöhnlichen Menschen - keine ‘Helden’ - die da zu den Waffen greifen, ihren inneren Frieden und ihre persönliche Schaffenskraft wieder finden. Zumal die Angst da ist, dass die Gewalt eines Tages zurückkehren könnte”(Rebecca Chavez).
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Musikfilme
Wir zeigen die ersten beiden Produktionen der vom spanischen Regisseur und Produzenten Gutiérrez Aragón ins Leben gerufenen Reihe von insgesamt 5 Filmen über cubanische Musik.

Manteca, Mondongo y Bacalao con Pan
Regie/Dirección: Pavel Giroud; Cuba/Spanien 2008, DVD, 49 Min., (OmU)
Der cubanische Regisseur Pavel Giroud, der im vergangenen Jahr bei uns zu Gast war, zeigt hier die Geschichte des afrocubanischen Jazz anhand einer Fülle von Archivaufnahmen von Livemitschnitten sowie einer Einführung von Chucho Valdés.
Ampárame
Regie/Dirección: Patricia Ramos; Cuba/Spanien 2008, DVD, 52 Min., (OmU)
Patricia Ramos zeigt die Beziehungen auf, die sich zwischen der cubanischen Musik und den in Cuba vertretenen Religionen entwickelt haben. Der Film präsentiert ein breites musikalisches Spektrum, das von christlicher Chormusik bis hin zur Salsa von Los Van Van und ritueller afrocubanischer Musik reicht. Unter anderem treten auf: Juan Formell von ‘Los Van Van’, José Maria Vitier und Carlos Alfonso.
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Revolution
Regie/dirección: Mayckell Pedrero Mariol, Cuba 2010, DVD, 79 Min., OmeU

Der Film gibt einen beeindruckenden Einblick in die Welt der Rapgruppe “Los Aldeanos” in Cuba, die dort die “Speerspitze” der Avantgarde dieses Musikgenres bildet. In verschiedenen Interviews kommen die beiden Bandmitglieder und Spezialisten aus der Hip Hop - Kultur Cubas zu Wort, deren Aussagen mit den Liedtexten des Duos unterstrichen werden. Der Dokumentarfilm wurde auf der diesjährigen Muestra de los Jóvenes Realizadores 2010 in Havanna mit dem Preis “Bester Dokumentarfilm” ausgezeichnet.
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Der zweite Blick – Social Club Buena Vista
Regie/Dirección: Carsten Möller, D 2007 , DVD, 81 Min.
In Anwesenheit des Regisseurs!

Was verbirgt sich hinter dem weltbekannten Social Club Buena Vista? In Wim Wenders Film “Buena Vista Social Club” suchten Compay Segundo und Wim Wenders den Club vergeblich. War der Club mit dem klangvollen Namen nur eine Erfindung? Mit Neugier und Respekt nähert sich der Dokumentarfilm von Carsten Möller einem „schwarzen“ Stadtteil Havannas, den Menschen und ihrer – afrocubanischen - Kultur, die sich vor allem in der Musik manifestiert, sei es Rumba, Son oder Hip Hop. Er zeichnet ein Portrait der Jugendlichen und Veteranen des Viertels und begibt sich mit ihnen auf die Suche nach den Wurzeln ihrer Geschichte und Identität. Der Dialog der Generationen führt zu einem gemeinsam organisierten Fest - der ersten Aktivität im Social Club Buena Vista seit mehr als vierzig Jahren.
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Buena Vista Social Club
Regie/Dirección: Wim Wenders, Cuba/D/GB/Fr. 1999, 35mm, 101 Min.

Im März 1998 begleiten Wim Wenders und sein Team die Mitglieder des Buena Vista Social Club - legendäre Soneros der 30er, 40er und 50er Jahre - durch die Straßen Havannas. Sie fangen die prickelnde Atmosphäre der Stadt ein, die die Rhythmen der cubanischen Son-Musik hervorbringt. Sie beobachten die Musiker im Studio bei Aufnahmen zum cubanischen Soloalbum von Ibrahim Ferrer, folgen ihnen in ihre Wohnungen und lassen sich die Lieblingsplätze der Club-Mitglieder zeigen. Wenders filmt die “Super Abuelos” - Supergroßväter, wíe sie in ihrer Heimat genannt werden. Im April geben sie in Amsterdam vor ausverkauftem Haus zwei Konzerte und begeistern die Zuschauer mit Liedern wie “Chan Chan” und “Dos Gardenias”. Für Juli werden sie zu einem Konzert in New York eingeladen. Wenders fängt auf der Reise die Reaktionen und Begeisterung der alten Männer ein, die Zeit ihres Lebens nur in Kuba gelebt haben. Das Konzert ist ein sensationelles Ereignis und zugleich der allerletzte Auftritt dieser fast zufällig entstandenen und doch so perfekt zusammenpassenden Künstlergruppe, die nach einer letzten gemeinsamen Verbeugung wieder auseinandergehen. Für immer.
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Hijos de Cuba – Sons of Cuba
Regie/Dirección: Andrew Lang, Cuba/GB 2009, DVD, 88 Min., OmeU

Hijos de Cuba wurde in der legendären Havana Boxing Academy gedreht, einer außergewöhnlichen Internatsschule, die aus 9-jährigen ausgewählten Buben die besten Boxer der Welt macht. Das Resultat ist überzeugend: Cuba dominiert das olympische Boxen seit 25 Jahren.
THEMENSCHWERPUNKT AFROCUBA
Si me comprendieras
Regie/Dirección: Rolando Díaz, Cuba/Spanien 1998, 35 mm, 96 Min., OmeU

Der Film spielt mit den Genres ‘Dokumentarfilm’ und ‘Fiktionaler Film’ und steht im Kontext unseres afrocubanischen Schwerpunkts. Der Titel des semidokumentarischen Films entstammt einem Bolero, und tatsächlich wollte Rolando Díaz einen Musikfilm drehen. Stattdessen machte er dann aber die Aufgabe, geeignete Laiendarsteller für den Film zu finden, zum Thema eines anderen Films: das dokumentarische Porträt von acht Cubanerinnen, die, auf den Straßen Havannas gecastet, für die Hauptrolle in dem geplanten Musical in Frage kämen. Herausgekommen ist der erste Film eines Cubaners über das Leben schwarzer Frauen in Havanna. Eine Sozialstudie, die neben den Alltagsproblemen Themen wie Nationalismus, Ausreise und Trennung der Familien aufgreift, vor allem jedoch den Rassismus, der in Cuba angeblich nicht existiert.
Jede einzelne der Darstellerinnen reflektiert Aspekte der Geschichte des Landes. Der schwarze Teil der Bevölkerung reagierte seinerzeit sehr bewegt auf den Film, der beim Festival des Neuen Lateinamerikanischen Films 1998 prämiert wurde. Nach längerer Funkstille in Cuba wurden dieser und andere Filme ( ‚Melodrama’, ‚Cercanía’) des seit 16 Jahren auf Teneriffa lebenden Rolando Díaz (* Havanna, 1947) auf dem Festival Muestra in Havanna im Februar 2010 endlich wieder aufgeführt.
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La raza
Regie/Dirección : Eric M. Corvalan Pellé, Cuba 2008, Dok., DVD, 35 Min., OmeU
Eric M. Corvalan greift aktuelle Debatten in Cuba auf und beschäftigt sich anhand von Interviews mit Menschen aller Hautfarben (Wissenschaftler, Funktionäre, Künstler und Menschen von der Strasse) mit dem Thema der ‘Rassen’beziehungen und Chancengleichheit. Der Film steht im Kontext unseres Themenschwerpunkts ‘AfroCuba’.
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Reyita
Regie/Dirección: Oliva Acosta & Elena Ortega, Spanien 2006, 35mm, 90 Min., OmeU

Dies ist die Geschichte einer “Frau aus dem Volke”, die 1902 in Cuba geboren wurde: Maria de los Reyes Castillo, genannt Reyita; einer Frau, deren Geschichte völlig unbemerkt geblieben wäre, hätte nicht ihre Tochter Daisy sie als schriftliches Zeugnis gerettet. Angelehnt an das auch ins Deutsche übersetzte Buch und an die lebendigen Erinnerungen in ihrer Familie nimmt uns dieser Dokumentarfilm mit auf die Reise durch ein Leben in dem alle Dinge der Alltagswelt ihren Wert haben. Reyita war arm, schwarz und von Kindheit an ein Opfer rassischer Diskriminierung. Trotzdem schaffte sie es, sich gegen die herrschenden Verhältnisse ihrer Zeit zur Wehr zu setzen.
Rosa Negra - Schwarze Rose
Regie/Dirección: Rosio Hanisch, Deutschland/Cuba, 2009, DVD, 30 Min.,
mit/con: Anna Rodriguez Ojeda, Daniel Frómeta, Walter Raffeiner, Kamera/Fotografía: Hans-Peter Böffgen

“Täglich kehre ich nach Cuba zurück. Mir ist, als sei alles schon vorherbestimmt. Denn ich habe Deutschland nicht gewählt, Deutschland hat mich gewählt”.
So beginnt der Film, ein stiller Dialog zwischen Rosa und ihrer afrokubanischen Góttin Ochún. Rosa, eine schwarze Cubanerin, hat ihr Land aus finanziellen Gründen verlassen. Allein auf sich gestellt und ungeschützt gelingt es ihr nicht, sich in Deutschland zu integrieren. Nur ihr fester Glaube hilft ihr, den Alltag zu bewältigen. Doch dann kommt es zur Katastrophe…
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Brainstorm
Regie/Dirección: Eduardo del Llano, Cuba 2009, DVD, 28 Min., OmeU
mit/con: Luis Alberto García, Nestor Jiménez, Jorge Perugorría

Ein sportlicher Rekord, der Fall eines Meteoriten, ein schrecklicher Unfall: alles passiert gleichzeitig an einem Tag und die Redaktion der Tageszeitung La Avanzada steckt ihre Köpfe zusammen, um zu entscheiden, was auf die Titelseite kommt. Mit Brainstorm setzen wir die Reihe satirischer Kurzfilme von Eduardo del Llano zu Themen des cubanischen Alltags fort. “In Brainstorm geht es darum, dass der cubanische Journalismus manches Mal der Realität den Rücken zukehrt, man will Schwierigkeiten aus dem Weg gehen. Es fehlt eine Reflektionsfähigkeit der Medien über das, was die Menschen bewegt….wir wollen einen partizipativen, nicht nur einen informativen und didaktischen Journalismus“ (Eduardo del Llano). Brainstorm wurde auf verschiedenen Festivals in Cuba gezeigt und löste breite Diskussionen im Land aus.
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Tebas
Regie/Dirección: Maysel Bello, Luis Alejandro P. Méndez , Cuba 2009, DVD, 24 Min., OF
Die so genannten „Fünf Grauen Jahre“ (1971-1976) bezeichnen eine Zeit in Cubas Geschichte, die von Dogmatismus, Zensur und Diskriminierung geprägt war und die kulturelle und soziale Entwicklung des Landes beeinträchtigte. Noch heute wird über ihre exakte chronologische Determinierung und die Reichweite ihrer Folgen geforscht. Im Jahre 2007 entstand aufgrund einer Fernsehsendung eine Debatte um diese Epoche, von der die beiden jungen Regisseure Maysel Bello und Luis Alejandro P. Méndez des Instituto Superior de Arte (ISA) zu ihrem Dokumentarfilm Tebas motiviert wurden. Hier lassen sie zwei Zeitzeugen dieser „Grauen Jahre“ zu Wort kommen: den Dichter, Erzähler, Essayist und Dramaturg Antón Arrufat (*1935), dessen Theaterstück Los siete contra Tebas (1968) damals nicht aufgeführt werden durfte, und Félix Sautié, Ex-Vizepräsident des ehemaligen Nationalrats für Kultur (heute: Kulturministerium), eine Institution, die die politische Kultur lenkte. Arrufat und Sautié erzählen ihre jeweiligen Versionen jener Epoche. Parallel dazu werden Archivbilder montiert, so dass sich ein beeindruckendes audiovisuelles Zeitdokument ergibt.
Der Dokumentarfilm wird von Reinier Pérez-Hernández, Lektor und Kritiker des kubanischen Kulturinstituts Casa de las Américas, eingeführt.
Kurzfilme der Escuela Internacional de Cine y Televisión
El peleador
Regie/Dirección: Pablo José Lozano Hernández, Cuba 2009, DVD, 22 Min., OmeU
Leonardo ist ein Junge aus San Isidro, der boxt und gerne seine Kampffische trainiert. Zwischen Sport und Spiel wird uns Leonardos Alltag in einer Umgebung gezeigt, in der Gewalt alltägliche und Schnelligkeit gefragt ist. Dort trainiert er für das Boxen und für das Leben.
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La marea
Regie/Dirección: Armando Capó Ramos, Cuba 2009, DVD, 26 Min.

Einem Einsiedlerkrebs gleich lebt ein Mann zurückgezogen von der Gesellschaft in einem heruntergekommenen Schiffswrack in der Bucht von Santiago de Cuba. Eines Tages erreicht ihn ein mysteriöser Brief, dessen Inhalt ihn antreibt, sich erneut unter Leute zu wagen. Ob seine Hoffnungen erfüllt werden?
Der stumme Dokumentarfilm mit Spielfilmelementen überzeugt mit poetischen Bildern und erhielt auf dem Filmfestival in Havanna eine lobende Erwähnung.
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El almuerzo
Regie/Dirección: Ismael E. Cubero García , Cuba 2009, DVD, 13 Min., OmeU

Marienela wurde an den Augen operiert und kann jetzt all das sehen, was sie sich vorher nur vorstellen konnte. Als ihr die armseligen Bedingungen, unter denen sie lebt, bewusst werden, trachtet sie danach, dieser Misere zu entrinnen.
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La tarea
Regie/Dirección: Milagro Farfan, Cuba 2009, DVD, 28 Min., OmeU

Die achtjährige Sayné soll als Hausaufgabe einen Aufsatz über ihre Familie schreiben. Während des Schreibens betrachtet sie die Familienmitglieder näher und sieht sie mit anderen Augen: Mama, Papa und die Geliebte der Mutter. Obwohl die Beziehung zwischen den beiden Frauen schon länger andauert, beginnt Sayné zu verstehen, dass sich ihre Familie von anderen unterscheidet. Sie liebt ihre Mutter und mag auch deren Partnerin. Aber auch wenn sie versteht, dass ihre Familie anders ist, möchte sie nicht als Außenseiterin wahrgenommen werden.
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Trazos
Regie/Dirección: Daniel Baldoto Gaitán, Cuba 2008, DVD, 10 Min., OmeU

Eine hübsche, anziehende junge Frau treibt ein verführerisches Spiel mit ihrem Nachbarn, einem einsamen, geheimnisvollen Maler. Die seltsame Beziehung der beiden verändert sich, als die Protagonistin, von Neugier getrieben, den rätselhaften Mann näher kennenlernen möchte. Sie muss feststellen, dass seine Welt längst nicht so verlockend ist, wie sie es sich vorgestellt hatte.
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